FAUST -

Die URFAUST.

Von der ersten Idee zu FAUST bis hin zum fertigen Drehbuch waren gut zweieinhalb Jahre vergangen. Stets von aktuellen Ereignissen inspiriert, wurde die Geschichte, die Handlung sowie die Charaktere immer weiter ausgebaut und verfeinert. FAUST greift ein aktuelles Thema auf, welches spätestens seit Edward Snowdens Enthüllungen an Brisanz gewonnen hat. Niemand scheint sicher vor Bespitzelung von den Geheimdiensten der Welt. Wir kennen viele Menschen, die sagen: „Was interessiert mich das, – ich habe ja nichts zu verbergen?!“ Mag sein, so lange wir in einem funktionierenden, demokratischen Staat leben dürfen.

Der Pilotfilm „FAUST – im Schatten der Nation“ wurden von Mai 2015 bis September 2015 in der Metropolregion gedreht.

Aus dem Konzeptpapier von 2014: „Wir möchten hier neben Bond, Bourne und Co. eine deutsche Kurzfilmserie etablieren. Diese Serie mag sich an den großen Geschwistern orientieren, aber wir kopieren nichts, sondern wollen unseren eignen Stil finden. Der Fokus wird auf den Charakteren liegen. Wir versuchen den „Berufsalltag“, verbunden mit dem normalen Leben zu zeigen, mit all den Herausforderungen, die zu meistern sind.“ FAUST – natürlich der von Goethe –  wird auch gerne als des Deutschen liebstes Stück bezeichnet. Daher erschien es passend diesen Decknamen für eine fiktive Organisation zu wählen. goethe stellt in Dr. Faust einen Menschen dar, der keinen Gott braucht. Er erklärt sich selbst zum Maßstab der Dinge. Was über das Treiben der Menschen in den Geheimdiensten an die Öffentlichkeit dringt, das erinnert doch sehr an Faust und seinen Mephistopheles.

Was geschah eigentlich in FAUST – IM SCHATTEN DER NATION? Nun, hierzu empfehlen wir dem Zuschauer(in) diesen noch einmal anzusehen.

Um die 1. Staffel “FAUST – AGENTENLEBEN” welche im nun erschienen ist, folgen zu können, ist es jedoch nicht zwingend notwendig den Pilotfilm gesehen zu haben.

FAUST - im Schatten der Nation. Pilotfilm

FAUST-History.

Würden man eine Liste der ältesten Berufe erstellen, so würde sich nach der Liebesdienerin oder dem Liebesdiener sicher gleich der Spion finden. Beide Berufe erzeugen Abscheu, aber auch Faszination. Spionage in all ihren Ausprägungen dürfte es geben seit Menschen in Stammesverbänden zusammenleben.

Wissen ist Macht! Und Wissen über den Gegner oder auch nur den Mitbewerber ist (über-) lebenswichtig. Selbst der Garten Eden war hier nicht ausgenommen, – so steht geschrieben: „Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben. Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.“ (Genesis, 1.Mose, 3, 4-5).

Blicken wir in Deutschland auf die Geschichte der Geheimdienste, so kann man sagen, dass Preußen wohl die erste Geheimpolizei einrichtete.

In der Weimarer Republik 1920-1929 gab es den „Reichskommissar für Überwachung der öffentlichen Ordnung“ (ROK), danach folgte die Geheime Staatspolizei (GESTAPO) und ab 1950 der Verfassungsschutz.

Für die Auslandsaufklärung ist der Bundesnachrichtendienst BND verantwortlich. Maßgeblich an seiner Entstehung beteiligt sind die CIA und Generalmajor Reinhard Gehlen. Dieser stammte aus dem Oberkommando des Heeres der Wehrmacht und war verantwortlich für die Aufklärung der Roten Armee zw. 1942 und 1945.

1947 bezieht die Organisation Gehlen den Standort Pullach. Am 1. April 1956 wird der BND gegründet. Das Datum und die vielen Skandale um den BND lassen sofort an einen Aprilscherz denken. Dies ist allerdings ungerechtfertigte Polemik, denn auch die CIA und andere Geheimdienste haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, wie in allerlei Literatur nachzulesen ist.

Wie aber die Geschichte zeigt, ist ein Geheimdienst kein Garant für die Prosperität eines Staates, sondern stets nur ein Instrument dieses Staates.

Im Gegenteil, damit Geheimdienste wenig angreifbar sind für gegnerische Dienste, entziehen sie sich weitgehend der Kontrolle des Staates. Das ist ein Vorteil, aber auch ein erhebliches Risiko.

Will man nachhaltig eine aufgeklärte, demokratische, humanistisch und altruistisch geprägte Gesellschaft mit christlichen Grundwerten erhalten, braucht es daher mehr.

Und zu allen Zeiten gab es Menschen in Deutschland, die das nicht aus den Augen verloren haben.

Wir haben nun die Fiktion aufgestellt, dass bereits in der Weimarer Republik eine geheime Organisation namens FAUST innerhalb des ROK entstand. Und im Schatten der Nation agiert diese Organisation heute noch.

Zuletzt musste FAUST zu Zeiten der sog. „Rote Armee Fraktion“ (kurz RAF) eingreifen, was die Personaldecke merklich ausgedünnt hatte. Aber nun muss sich FAUST einer ungleich komplizierteren Herausforderung stellen.

Eine globalisierte Wirtschaft und ein globalisierter Terrorismus als Antwort auf wirtschaftspolitischen Imperialismus, hat eine höchst unübersichtliche Gemengelage geschaffen.

Weltweit nehmen die Regierungen dies wahr und suchen ihr Heil in einem wieder erstarkenden Nationalismus. Der neutrale Beobachter stellt sich die Frage, ob die Menschheit aus den Geschehnissen der 1920-iger Jahre nichts gelernt hat?

Wir wissen, dass Deutschlands Wohlstand auf der guten Bildung, nützlichen Tugenden und einer ausgezeichneten Exportwirtschaft beruht.

Werfen wir einen Blick auf den Zustand unserer Ausbildungsstätten, sowie auf die sich immer mehr abzeichnende „Brot & Spiele“ – Mentalität im Lande, so stellt sich durchaus eine gewisse Besorgnis ein.

Rückt die politische Landschaft zudem immer weiter nach rechts, so wird FAUST wieder aktiv – im Schatten der Nation. Der geneigte Zuschauer konnte dies im Pilotfilm verfolgen.

Doch FAUST ist schwach geworden. Zur Verstärkung wird in Kian Gaber wird ein vielversprechender, junger Mann rekrutiert.

Doch Kian Gaber ist kein James Bond, und FAUST verfügt auch nicht über Personen wie Q und M, sondern nur über normale Menschen mit Idealismus und Patriotismus, und all ihren Stärken und Schwächen.

Natürlich ist alles frei erfunden, und eventuelle Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen, existierenden Organisation und Staaten wären rein zufällig.

Der 3. Oktober ist für Deutschland ein besonderer Tag, denn ein geteiltes Land schaffte eine Revolution ohne Blutvergießen und wurde daraufhin wiedervereinigt. Wenn das kein Grund zum Feiern ist …